Wandern und Ausflüge auf der Insel Elba
Über zweihundert Kilometer markierte Wege, vom Meeresspiegel bis auf die 1.019 Meter des Monte Capanne.
Eine Insel, die man von Seite zu Seite durchwandern kann
Elba ist eine senkrechte Insel: In wenigen Kilometern geht es vom Strand in die Macchia, dann in Kastanienwälder und schliesslich auf den nackten Granit des Gipfels. Das Wegenetz, grösstenteils aus alten Bergmanns-, Köhler- und Hirtenpfaden zurückgewonnen, umfasst über zweihundert markierte Kilometer und durchquert den Nationalpark Toskanischer Archipel. Wandern ist hier kein Ersatzprogramm für Regentage: Es ist die Art, die Insel von oben zu sehen, mit dem Meer stets auf mindestens zwei Seiten des Horizonts.
Die Leitlinie ist die Grande Traversata Elbana, die GTE, die auf rund sechzig Kilometern entlang des Kamms die Ost- mit der Westseite verbindet. Sie braucht mehrere Tage, lässt sich aber in Tagesetappen teilen, die durch öffentliche Verkehrsmittel verbunden sind. Daneben verlaufen Dutzende kurzer Runden: der Monte Capanne, die Festung Volterraio, das Heiligtum Madonna del Monte oberhalb von Marciana, die Bergbauwege am Monte Calamita.
Die Touren, die auf die Liste gehören
Der Monte Capanne ist das Pflichtziel: zu Fuss von Marciana in etwa drei Stunden, oder mit der offenen Korbseilbahn für alle, die nur den Gipfel wollen. Der Volterraio ist die kürzeste und meistfotografierte Wanderung, mit der pisanischen Festung über dem Golf von Portoferraio. Die Bergbauwege auf der Seite von Capoliveri erzählen zwischen Stollen und Abbauterrassen über dem Meer die Industriegeschichte der Insel. Alle Wege sind nummeriert und markiert: aktuelles Kartenmaterial ist unverzichtbar.