ELBAMYLOVE interviewt GIOVANNI RANA in Marina di Campo

GIOVANNI RANA AUF DER INSEL ELBA spricht über Küche, junge Menschen und Amerika. 

Der berühmte König der Tortellini, im Urlaub auf der Insel Elba, erzählt von seinem zweiten wunderschönen Aufenthalt auf der Insel.

Zu ein paar Tagen Entspannung im Hotel Montecristo**** in Marina di Campo, erzählt Giovanni Rana – das beliebteste Gesicht der italienischen Küche –, wie schön es ist, zum zweiten Mal auf die Insel Elba zurückzukehren.

„Diese Insel fasziniert mich: Sie ist so grün. Sie gefällt mir sehr, weil sie ein Kleinod ist. Sie ist leicht zu erreichen, und die Menschen sind sehr herzlich.“

Das sind Giovanni Ranas erste Worte über die Insel Elba, bequem am Pool sitzend, mit Blick auf den schönen Golf von Marina di Campo. Er erzählt uns von seinen Ausflügen über die Insel: von Napoleons Villa im Zentrum von Portoferraio bis zum wunderschönen Gut Tenuta delle Ripalte, entworfen und verwirklicht vom großen Architekten und Designer Tobia Scarpa. „Es ist ein herrlicher Ort, es war, als wäre man in einer anderen Zeit. Am selben Abend haben wir in Cala Nova zu Abend gegessen und eben die Weine der Ripalte verkostet. Nach so intensiven Tagen… ist es schön, ins Hotel zurückzukehren, in den Pool zu springen und auf dieses magische blaue Meer zu schauen.“

Giovanni Rana, fast 78 Jahre alt und seit 22 Jahren im Fernsehen, ist genau wie in seinen Werbespots: ein außerordentlich einfacher Mensch, ein Unternehmer aus einer anderen Zeit und zugleich außergewöhnlich auf der Höhe der heutigen. Der Beweis: Er weiß alles über Internet und soziale Netzwerke und lächelt mit aufrichtiger Freude, als er erzählt, dass ihn die Leute an den Stränden von Elba mit dem Slogan seines jüngsten Gewinnspiels begrüßen: „Io sono Giovanni Rana“.

Von seinem Unternehmen spricht er mit großer Zuneigung, wie von einer großen Familie, und erinnert mit Stolz daran, dass es Menschen gibt, die ihr ganzes Leben lang mit ihm gearbeitet haben. Freudig gibt er zu, dass das Ergebnis dieser jüngsten Kampagne – Radio, Fernsehen und Internet – ein regelrechter Erdrutschsieg war. „Nun“, kommentiert Signor Giovanni, „wenn ich noch gefalle, dann bleibe ich.“ Damit ist erklärt, warum ihn alle lieben.

Seine Geschichte ist so erfolgreich und seine Person so mitteilsam, dass ihn viele Universitäten einladen, zu jungen Menschen zu sprechen. „Ich gehe gern hin, aber was ich den jungen Leuten sage, ist: Wenn sie eine gute Idee haben, sollen sie nicht warten, sondern sich sofort daranmachen. Heute brauchen wir gute Ideen und Spezialisierung. Als ich anfing, war es einerseits härter, andererseits einfacher. Es waren die harten Jahre der Nachkriegszeit, aber man brauchte alles: von Jeans über Schuhe… bis zu Tortellini. Heute haben wir alles und brauchen nichts Bestimmtes… daher die Notwendigkeit guter Ideen und von Qualität.“

Apropos Qualität: Giovanni Rana erzählt mit Stolz vom neuen amerikanischen Abenteuer. Es ist gewiss ein großer Einsatz, aber eine Quelle großer Genugtuung. „Auch bevor wir in den Vereinigten Staaten gelandet sind, haben die Amerikaner Tortellini gegessen, aber von sehr schlechter Qualität. Wir haben die italienischen Spitzenlebensmittel übers Meer gebracht. Zum Beispiel haben wir in Absprache mit dem Konsortium Tortellini mit Parmigiano Reggiano auf den Markt gebracht, den wir aus Italien kommen lassen. Das Pesto, das wir herstellen, ist mit ligurischem Basilikum, italienischem nativem Olivenöl extra und Pecorino. So ist es uns in kurzer Zeit gelungen, in alle großen amerikanischen Handelsketten zu kommen. Für uns steht Seriosität an erster Stelle, und wir zertifizieren alles, denn auch die Amerikaner essen gern gut.“ Er erzählt uns, dass sich die Dimensionen ändern, die Entfernungen… alles ist viel größer und viel weiter, aber man muss sich eben organisieren. Das Phänomen ist so erfolgreich, dass er sogar ins Fernsehen eingeladen wurde. Vor der Sendung fragte ihn der Interviewer, ob er ein wenig Englisch spreche. Signor Giovanni antwortete sympathisch: „Ich spreche zwei Sprachen gut: venezianischen Dialekt und Italienisch.“ Der Interviewer sagte ihm, er solle ruhig immer nur Italienisch sprechen und auch einige typisch venezianische Redensarten verwenden, die simultan übersetzt wurden… und das Interview wurde ein Riesenerfolg!

Die Zeit in Giovanni Ranas Gesellschaft vergeht wie im Flug… die Sonne geht unter, und in der Ferne über dem Golf von Marina di Campo zeigt sich ein magischer Vollmond… und das erinnert ihn daran, dass es fast Zeit für das Abendessen ist.

„Ich muss Chefkoch Alessandro Mirabelli und seine Brigade loben, die in diesen Tagen ausgezeichnete Gerichte zubereitet haben, wie die Paccheri mit Hummer gestern Abend… ich habe sie ganz langsam gegessen, weil ich nicht wollte, dass sie zu Ende gehen. Ein aufrichtiges Dankeschön an Francesco Paternò, Direktor des Hotels Montecristo****, der ein sehr guter Gastgeber ist. Ich habe mich so wohlgefühlt, dass ich schon vor Ende des Sommers wiederkommen möchte. Jetzt muss ich nach Amerika aufbrechen, aber wenn ich es dieses Jahr nicht schaffe, komme ich nächstes Jahr ganz sicher wieder.“

Mit diesen Abschiedsworten verabschiedet sich Giovanni Rana von der Insel Elba. Für Elbamylove.com war es eine wunderschöne Begegnung, die mit diesem wichtigen Interview den Blog „ELBAMYCHEF“ eröffnet, der der elbanischen Küche und ihren Protagonisten gewidmet ist.

 

Auf den Fotos: Giovanni Rana und Francesco Paternò, Direktor des Hotels Montecristo****

Wo übernachten - der Insel Elba

      verbinde dich mit uns

      X