DIE KUNST „OHNE“ BRÖTCHEN UND MEHL: GLUTEN FREE MUSEUM

Was wären Kunstwerke, Filme und Zeichentrickfilme ohne Kohlenhydrate? Ein neues Tumblr zeigt es mit Ironie und stellt Gemälde und berühmte Szenen bekannter Filme erst mit und dann ohne jegliches Mehl gegenüber.
Stellen Sie sich das Gemälde von Paul Cézanne „Brot und Eier“ vor, in dem das Brot jedoch nicht mehr vorkommt. Oder das „Frühstück im Grünen“ von Édouard Manet, bei dem die Zwischenmahlzeit den appetitlichen Brotlaib im Vordergrund nicht mehr vorsieht. Oder auch das berühmte „Dienstmädchen mit Milchkrug“ des Flämen Jan Vermeer, in dem die Einzelheiten der im Holzofen gebackenen Vollkornbrote verschwinden, die im Korb im Vordergrund liegen. Oder der berühmte Bauer aus „American Gothic“ von Grant Wood, der die Mistgabel nicht mehr hält, weil es kein Heu zu bündeln gibt. Und weiter: das Schwarzweißfoto von Picasso bei Tisch, aufgenommen von Doisneau, dem berühmten Fotografen des „Kusses“, auf dem sämtliche Kohlenhydrate von der Tischdecke verschwinden und damit auch jenes sympathische Fingerspiel des Malers, dessen Finger durch kleine Brotstangen ersetzt waren. Und was würde geschehen, wenn beim Zeichentrickfilm Susi und Strolch, in der berühmten Szene des von beiden geteilten Spaghettitellers, genau die Pasta fehlte? Kurz: Was für eine Welt wäre es, wenn die Kunst – Gemälde, Fotos, aber auch Filme und Zeichentrickfilme – einmal glutenfrei wäre?
Das hat sich ein französischer Werber und Blogger gefragt, Arthur Coulet, der ein Tumblr eröffnet hat, eine Plattform für Bildblogs, mit dem Namen Gluten Free Museum (hier klicken), einer besonderen Kunstsammlung gewidmet: jener der glutenfreien Kunstwerke.
Er hat Dutzende von Gemälden, Filmszenen und dem großen Publikum bekannten Fotos ausgewählt, sie mit einem Grafikprogramm bearbeitet und sie den Originalen gegenübergestellt, vollständig von Getreide, Mehlen und glutenhaltigen Erzeugnissen befreit. Vom Glas Malzbier über Zucker und Mehl der Kräpfel bis zu den Heuballen und den Geräten zu ihrer Bearbeitung, dem Brot auf dem Tisch, der Pasta, den Brötchen und so weiter.
Die Sammlung des „Gluten Free Museum“ wächst Tag für Tag mit Kreationen, die ihrerseits zu kleinen Kunstwerken werden. Alle anzusehen in der Fotogalerie dieses Artikels.
Coulets Idee unterhält nicht nur, sondern regt auch zum Nachdenken an über die Verbreitung der Erkrankungen im Zusammenhang mit der Glutenunverträglichkeit, über die vielen Kampagnen, die es verunglimpfen, und über die neuen Produkte, die Betroffenen helfen können. Diesmal steht jedoch das Vergnügen im Vordergrund.





